Nachdem sich die Evangelischen Christen in Bodenmais einige Jahre in einer Holzbaracke zu den Gottesdiensten versammelten, wurde im September 1962 der Grundstein für die St. Johanneskirche gelegt.
Am 10.11.1963 wurde sie durch Regionalbischof OKR Bürkstimmer eingeweiht. Die Kirche war von Anfang an in Bezug auf ihre Größe und ihre Ausstattung auf die Bedürfnisse einer Urlaubergemeinde abgestimmt: Sie bietet Raum zum Nachdenken und zur Stille und sie willvertraute, heimatliche Gefühle wecken.

Die Architektur der Kirche wirkt durch die Fichtendecke und die ovale Grundform gleichzeitig anheimelnd und offen.
Der steile Dachwinkel erinnert an ein Zelt, die Behausung der Reisenden. So stellt der Architekt Wörlen aus Passau eine Beziehung zu den Urlaubern her, die diese Kirche besuchen.

Das Bauwerk bildet einen wunderbaren Rahmen für Ausstellungen und virtuose Konzerte, so dass die St. Johanneskirche viel Abwechslung für Augen und Ohren bieten kann. Die St. Johanneskirche in Bodenmais steht allen Menschen offen, die einen Ort der Stille suchen um im Gebet und mit offenen Augen Gottes Nähe zu spüren.

Deshalb ist sie tagsüber jederzeit zugänglich. Die Materialien in der Kirche stammen bewusst aus dem Bayerischen Wald: Glas, Holz und Stein.

 

Das beeindruckende Glasfenster, entworfen vom früheren Leiter der Zwieseler Glasfachschule, Bernhard Schagemann, stellt die sieben Siegel aus der Offenbarung des Johannes und das himmlische Jerusalem dar.

 

 

 

 

 

Das Gemeindeglied Joachim von Zülow, besser bekannt als der "Herrgottschnitzer von Bodenmais", hat zur Ausstattung der Kirche den "Turmbau zu Babel" und eine Darstellung Johannes des Sehers, dessen Namen die Kirche trägt, beigesteuert.

Klicken Sie auf das Turm-Bild und ziehen Sie mit gedrückter Maustaste nach rechts und links um den Turm zu drehen.

Der Turmbau zu Babel, aus heutiger Sicht gesehen

Die dargestellten Szenen zeigen den Bau von der Planung und Vermessung an bis zu den Arbeiten sämtlicher Bauhandwerker. Nicht zu vergessen die Streitigkeiten mit Nachbarn oder Konflikte mit den Behörden, die nicht selten vor dem Richter enden. Auch typische Nebensächlichkeiten sind beim Bauen zu finden: z. B. die Brotzeit, das Bierauto oder die Situation „Einer arbeitet und fünf schauen zu“. Der Eingriff in die Natur wird dargestellt durch die drei Kamine und die Abbrucharbeiten an einem Reaktor.

TSCHERNOBYL UND DIE FOLGEN!
Die Szenen, die 57 figürliche Darstellungen beinhalten, sind in einen 50 Jahre alten Lindenholzstamm gearbeitet. Der Stamm ist nicht verleimt. Bis auf die drei Kamine und einen Hammer ist alles aus einem Stück.
Die Arbeitszeit betrug ca. 800 Stunden.

Angefertigt von:
Joachim von Zülow, Holzbildhauer, Dreifaltigkeitsplatz ll, D-94249 Bodenmais/ Bayerischer Wald, Tel. 0 99 24/3 93

www.herrgottschnitzer.de

Panoramaaufnahme und
Programmierung: www.Wolfram-Jänsch.de